Führen durch Überzeugung

Führungsqualität durch Überzeugung

Stellt Euch folgendes vor:

Eine flüchtende Herde wird von ihrer Leitstute über einen Sprung geführt. Ein Pferd stürzt dabei und verletzt sich. Glaubt Ihr, dass die Leitstute ihre Flucht unterbrechen würde, um nach ihrem verletzten Artgenossen zu schauen? Oder dass das verwundete Pferd nachtragend wäre und sich bei der nächsten Gelegenheit rächen wollte?

Nein, es wird versuchen, mit den anderen weiter zu galoppieren – auch wenn es Schmerzen hat. Es hat keine Angst vor dem nächsten Sprung. Es wird ihn vielleicht etwas aufmerksamer angehen, aber keinesfalls zögern, der Leitstute zu folgen.

Nun kommt es häufig vor, dass manche Pferde nach einem Sturz oder einem heftigen Zusammenstoß mit einem Hindernis den Sprung verweigern. Warum das? Die Ursache hierfür liegt alleine beim Reiter. Als Mensch machen wir uns Gedanken über die möglichen Konsequenzen eines Sturzes. Die Erinnerung daran macht uns unsicher. Das Pferd spürt das. Wie soll es seinem Reiter folgen, wenn er sich selbst nicht sicher ist. Einer Leitstute würde das nicht passieren.

Was können wir daraus lernen?

Wenn ich als Führungskraft nicht sicher wirke, wird mir das Vertrauen entzogen und an meinen Führungsqualitäten gezweifelt. Das ist eines der häufigsten Probleme, mit dem besonders junge Führungskräfte zu kämpfen haben.

 

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